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Fahrrad, Licht, und Strom

Mittlerweile hat fast jedes Fahrrad einen Nabendynamo und damit immer Licht. Und mittlerweile hat auch fast jeder Fahrradbenutzer ein Smartphone. Das ist praktisch, um sich z.B. wie mit der Navigationsanlage im Auto lotsen zu lassen. Blöd nur wenn dann der Akku alle ist[1]. Deswegen machen sich manche Fahrrad Fahrer schon lange Gedanken, wie man den Strom des Nabendynamos am Tag nutzen kann, um das Smartphone direkt, oder einen Akku für die Nacht zu laden.

Ich habe mir angeregt durch verschiedene Quellen ebenfalls vor längerem Gedanken dazu gemacht. Jetzt möchte ich hier einen kurzen Überblick über meine aktuellen Erfahrungen und die Entwicklung in dem Bereich geben.

  • Angefangen hat alles mit einem Artikel in der c’t in dem eine Selbstbauschaltung beschrieben wird. Diese könnte man sich aufgrund des Design z.B. in das Sattelrohr stecken. Die Platinen und benötigten Teile kann man sich bei Segor Elektronik holen.  Letztlich ist meine Version an Unerfahrenheit, und auch Unvermögen gescheitert.
  • Ich habe dann von dem „Forums Lader“ gehört. einer Schaltung, die in einem Forum entstand und somit ein Gemeinschafstprojekt ist – eine sehr ausgefeilte Idee. Meine Version davon hat im Prinzip auch funktioniert – aber stabil war der Betrieb nicht – und mir fehlte eine wirklich elegante Befestigung am Fahrrad.
  • Die aktuelle Lösung an meinem Fahrrad ist eine gekaufte. „The Plug“ ist im Prinzip eine dicke A-Head Kappe. die Stromzuführung erfolgt durch den Gabelschaft. Das ganze ist schön aufgeräumt, wetterfest, und vor allem stört es die Optik des Fahrrads quasi nicht.
Die Entwicklung auf dem Markt, ist jedoch Rasant und vor allem der deutsche Ingenieur Betrieb Busch&Müller ist eine treibende Kraft mit klasse Ideen. Dort wurde erst das „E-Werk“ entwickelt, eine klassische Ladeschaltung mit robustem Gehäuse. Inzwischen gibt es eine Frontlampe „LUMOTEC IQ2 LUXOS„, die mittels Lenkrad Schalter und Pufferakku sauber alles integriert und somit eine echte Überlegung wert ist.

Preislich kann man übrigens sagen; es kostet eigentlich immer ca. 100,- sich eine Stromquelle für die smarte Technik an das Fahrrad zu bauen. Dabei ist es egal, ob man das selber baut (DIY)[2], oder kauft. Man ist beim Kaufen darauf angewiesen, wie sich der Hersteller die Benutzung gedacht hat – hat aber auch den Vorteil, dass man (wenn man das auch genauso will) eine perfekte Lösung bekommt. Der Selbstbau ist interessant, für all jene, die keine vorgefertigte Lösung wollen, und sich kreativ austoben wollen. Technisch sind (gutes handwerkliches Geschick vorausgesetzt) gekaufte und selbstgebaute Lösungen gleichwertig.

Fazit

Wer Strom an seinem Fahrrad will, sollte mit ca. 100,- kalkulieren. Dann stellt sich noch die Frage: Selber bauen, oder kaufen. Die Antwort dazu findet sich wie gesagt schnell, wenn man sich überlegt, ob man Freude am „basteln“ hat, oder einfach eine funktionale Lösung möchte.

Für Selbstbauer würde ich den Forumslader empfehlen, da dieser sehr ausgereift ist, sehr gut Dokumentiert ist und vielfältig angepasst werden kann. Der c’t Lader ist einfach zu erwerben, aber mit seinen SMD Bauteilen schwerer herzustellen und ist schon recht alt. (wird auch nicht weiterentwickelt)

Für Käufer würde ich die aktuell beste Lösung von Busch&Müller empfehlen, den LUMOTEC IQ2 LUXOS. Ich habe diese Lampe zwar noch nicht testen können, aber ich halte diese Lösung für die sauberste Integration der geforderten Funktionen bisher überhaupt.

Es gibt für weitere Informationen, und andere (teilweise ältere Lademodule) einen ebenfalls älteren aber guten Artikel bei Naviki, einer übrigens sehr guten Fahrrad Navigationssoftware für Smartphones.

Footnotes    (↵ returns to text)

  1. Jeder Autofahrer weiß, auch die Navigationsanlage im Auto (und sei es dort auch das Smartphone) benötigt viel Strom – ohne die Autobatterie wäre man auch hier schnell am ende der Kapazität angelangt.
  2. DIY: steht für „Do it yourself“ und bedeutet dass man „etwas selbst macht“
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von

Ludwig Schuster

Sonntagskind und Baustler. Kaffee kann man selber rösten und analoge Fotos kann man mit Kaffee entwickeln. Achja, und Fahrräder baut man auch selber zusammen. Schreibt auf Brennpunkt-F! übers nicht-kochen.

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