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Kosenamen der Berliner

ich hab neulich einem Freund erklären wollen warum der Ernst-Reuter-Platz „erpel“ genannt wird. (wegen der Kurzform E.-R.-Pl., natürlich 😉 )

dabei hab ich aber auch noch eine menge anderer sch¨ner Kurforman entdeckt:

* Abgetrocknetenhaus – Berliner Abgeordnetenhaus
* Angies Bügeleisen – angebliche Bezeichnung für das Konrad-Adenauer-Haus, die Bundesgeschäftsstelle der CDU an der Klingelhöferstraße, benannt nach der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel
* Autobahn Köpenick-Pankow (hochkant) – Berliner Mauer 1961-1990
* Banane – Areal zwischen Alexanderplatz und U-Bahnhof Jannowitzbrücke auf dem u.a. das Einkaufszentrum Alexa errichtet wird.
* Bierpinsel – mittlerweile offizieller Name für das Turmrestaurant Steglitz
* Big Benz – angeblicher Name des Carrillon, Glockenturm neben dem »Haus der Kulturen der Welt« (früher Kongreßhalle) im Tiergarten. Der Turm war ein Geschenk der damaligen Firma Daimler-Benz (heute Daimler-Chrysler) an die Stadt Berlin. In Anlehnung an Big Ben.
* Blackbox (Anspielung auf das Aussehen) – Erwin-Schrödinger-Zentrum auf dem Adlershofer Campus der Humboldt-Universität
* Bohrinsel – früher geläufig für das Zugangsgebäude U-Bahnhof Fehrbelliner Platz
* Bonnies Ranch – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Reinickendorf-Wittenau
* Café Achteck – die achteckigen, früher für Berlin typischen Gründerzeitpissoirs
* Café Schönstedt – Amtsgericht in der Schönstedtstraße. Der Seitenflügel diente jahrzehntelang als Jugendgefängnis
* Castingallee – die Kastanienallee im Prenzlauer Berg
* Denkbeule – Spottname für die Kuppel des Reichstages (auch: Eierwärmer)
* East Side Gallery – mittlerweile offizieller Name eines Reststücks einer zur Berliner Mauer gehörenden Grenzbefestigung zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße
* Erichs Lampenladen – Spottname für den ehemaligen Palast der Republik, in Anspielung auf Erich Honecker (auch: Palazzo Prozzo)
* Gebetsgasometer – neben Lippenstift und Puderdose ein Spitzname für Egon Eiermanns Neubau der Gedächtniskirche
* Goldelse – Bezeichnung der Figur auf der Spitze der Berliner Siegessäule
* Gürteltier – das Ludwig-Erhard-Haus, Verwaltungsgebäude der IHK Berlin
* Hohenschöngrünkohl oder Hohenschönweitdraußen – Bezeichnung für Alt- bzw. Neu-Hohenschönhausen, das früher für den Gemüseanbau bekannt war
* Hohler Zahn – Spitzname der Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz
* (VEB) Horch und Guck – Flüsterbezeichnung für das Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) im allgemeinen und für das Gebäude des MfS in der Normannenstraße
* Hundekopf – Name der Berliner Ringbahn wegen der Form auf der Stadtkarte, der als Bezeichnung sogar in die amtliche Stadtplanung Eingang gefunden hat
* Hungerharke oder Hungerkralle – Spitzname des Denkmals für die Berliner Luftbrücke in Tempelhof
* Klein Istanbul – Areal zwischen Kottbusser Tor und Moritzplatz im Bezirk Kreuzberg
* Kommode – Bezeichnung für das Gebäude der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität.
* Langer Lulatsch – Spitzname des Berliner Funkturms am Messegelände, der an einen langen schlaksigen Kerl erinnert
* Lippenstift und Puderdose – die beiden Gebäude der neuen Gedächtniskirche
* Merkwürdiges Viertel – scherzhafte Bezeichnung für das Märkische Viertel, eine Hochhaussiedlung im Bezirk Reinickendorf
* Mont Klamott – der Große Bunkerberg im Volkspark Friedrichshain.
* Nuttenbrosche – der Brunnen auf dem Alexanderplatz
* Onkel Tauts Hütten – Spitzname für die Onkel-Tom-Siedlung nach dessen Architekten Bruno Taut
* Peppers Manhattan – das Hochhaus des Europa-Centers, benannt nach seinem Erbauer K. H. Pepper
* Panzerkreuzer Protzki – Spitzname des International Congress Centers am Messegelände in Charlottenburg
* Pumpenpickel – Mahnmal zur Wiedervereinigung der Stadthälften auf den ehem. Flaktürmen im Volkspark Humboldthain
* Raumschiff – Bezeichnung für das Internationales Congress Centrum (Berlin) im Bezirk Charlottenburg (auch: Panzerkreuzer Protzki)
* Retourkutsche – früher geläufiger Name der Quadriga auf dem Brandenburger Tor (wurde auf Anordnung Napoléons I. 1806 nach Paris gebracht und kam erst 1814 wieder retour)
* Rosinenbomber – halboffizieller Name der Flugzeuge der Berliner Luftbrücke
* Rost- und Silberlaube – Institutsgebäude der Freien Universität in Dahlem.
* Roter Kasten – früher für die später zerstörte Schinkelsche Bauakademie
* Rotes Rathaus – nach der offiziellen Umbenennung in Berliner Rathaus noch immer sehr geläufige Bezeichnung; seit der Wahl Klaus Wowereits zum Regierenden Bürgermeister teilweise auch als „Rosarotes Rathaus” bezeichnet
* Sing-Sing – scherzhafte Bezeichnung für den Neubau der Deutschen Oper in der Bismarckstraße, doppeldeutig für “singen” (in der Oper), und da die fensterlose Fassade angeblich an das New Yorker Staatsgefängnis Sing-Sing bei Ossining erinnere
* Schwangere Auster – Spitzname der Kongresshalle/Haus der Kulturen der Welt im Tiergarten
* Schweineöde – scherzhafte Bezeichnung für Schöneweide (anspielend auf dezentrale Lage), entsprechend Oberschweineöde
* Suppenschüssel – die Granitschale im Lustgarten (Berlin)
* Tantiemenbunker – Verwaltungsgebäude der GEMA am Wittenbergplatz
* Tapetenschloss oder “Schloss Potemkin” – für das geplante neue/alte Berliner Stadtschloss (das von der “Stadtschloss Berlin Initiative” als Kulisse aufgestellt wurde, um für einen Wiederaufbau zu werben)
* Telespargel – offizielle Bezeichnung der DDR-Führung für den Berliner Fernsehturm zwischen Marx-Engels-Forum und Alexanderplatz (Volksmund: Protzkeule und Stift St. Walter bzw. Sankt-Walter-Kathedrale, da die Blechprismen der Verkleidung aus rostfreiem Stahl – sehr zum Ärgernis des SED-Regimes – das Sonnenlicht in Form eines weithin sichtbaren Kreuzes reflektierte (im Westen auch als “die Rache des Papstes” bekannt))
* Tränenpalast – das Abfertigungsgebäude des ehemaligen Grenzübergangs Friedrichstraße
* Villa Kunterbunt – früher für das Landgericht Berlin
* Waschmaschine – für das Gebäude des Kanzleramtes im Tiergarten in Anspielung auf die großen Lichtöffnungen und Fensterfronten (auch Elefantenwaschmaschine und, seltener: Kohlosseum)
* Wasserklops – geläufiger Name des Weltkugelbrunnens am Breitscheidplatz
* Zirkus Karajani – frühere Bezeichnung für die Berliner Philharmonie am Tiergarten nach dem ehemaligen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker Herbert von Karajan

daneben existieren zahlreiche Kurznamen für wichtige Straßen, Gegenden, Plätze und Einrichtungen:

* ADK – Allee der Kosmonauten
* Ahof – Adlershof
* Alex – Alexanderplatz in Mitte
* Der Alte Fritz – Reiterstandbild Friedrichs des Großen Unter den Linden
* Anhalter – Berlin Anhalter Bahnhof in Kreuzberg
* Baume – Spitzname für den Ortsteil Baumschulenweg
* Boxi – Boxhagener Platz in Friedrichshain
* Erpel – Kurzbezeichnung für den Ernst-Reuter-Platz (E.-R.-Pl.)
* Fehrbe – Kurzbezeichnung für den Fehrbellliner Platz
* F-Hain – Abkürzung für den Stadtteil Friedrichshain
* Görli – Görlitzer Park in Kreuzberg
* H-Town (englisch ausgesprochen) – Alt- bzw. Neu-Hohenschönhausen Gegend um den U-Bahnhof Hallesches Tor
* Helmi – Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg
* HSH – Alt- bzw. Neu-Hohenschönhausen
* JWD – Ganz weit draußen (Janz weit draußen), Kurzbezeichnung für die Randgebiete Berlins und dessen Umland
* KDN – Kurzform für Kaulsdorf-Nord
* Ku’damm – Kurfürstendamm in Charlottenburg und Wilmersdorf
* Kolle – Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg
* Kotti – Kottbusser Tor in Kreuzberg (auch für Kottbusser Damm)
* Kutschi – Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf
* KW (KaWe) – Kurzformen für Königs Wusterhausen bei Berlin
* L.A. – (Englisch ausgesprochen, wie für Los Angeles) – Kurzform für den Stadtteil Lankwitz
* Leo – Leopoldplatz im Wedding
* MV – Kurzform für Märkisches Viertel
* Moabit – meist die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit
* Normannenstraße – früher Umschreibung für die Stasizentrale an diesem Ort
* O’burg – Oranienburg bei Berlin
* O’burger – Oranienburger Straße
* O-Platz, O-Straße – Oranienplatz, Oranienstraße in Kreuzberg
* OTH – Kurzbezeichnung für die Gegend um den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte
* PlaDeLü – Platz der Luftbrücke
* Plötze – Die Jugendstrafanstalt Berlin-Plötzensee oder der See selbst
* Popl – Potsdamer Platz
* Potse – Potsdamer Straße in Schöneberg, ausserdem Name für selbstverwalteten Jugendclub.
* Prenzlberg – Touristen geläufige Kurzform des Stadtteils Prenzlauer Berg von Berlin. Von der Abkürzung Prenzl.-berg.
* R-Dorf – Reinickendorf
* Stutti – Stuttgarter Platz in Charlottenburg
* Te-Damm – Tempelhofer Damm in Tempelhof, verweist auch auf die dort befindliche Gefangenensammelstelle (GeSa) der Polizei
* TSK (Tote Schwarze Katze, Anspielung auf den Namen und das Aussehen und das berühmte Gedankenexperiment) – Erwin-Schrödinger-Zentrum auf dem Adlershofer Campus der Humboldt-Universität
* Theo – Kurzform für Theodor-Heuss-Platz
* VN-Insel – Pfaueninsel
* Xberg – Kreuzberg
* Zoo – Kurzbezeichnung für das Zentrum West-Berlins zwischen Bahnhof Zoo, Breitscheidplatz und Kudamm-Eck

[Quelle: wikipedia via metblogs

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Sonntagskind und Baustler. Kaffee kann man selber rösten und analoge Fotos kann man mit Kaffee entwickeln. Achja, und Fahrräder baut man auch selber zusammen. Schreibt auf Brennpunkt-F! übers nicht-kochen.

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