Ernährung
Schreibe einen Kommentar

Sauerteigbrot (glutenfrei)

Sauerteig ist was besonderes. Das Brot schmeckt damit wesentlich besser, der Teig bleibt länger frisch und das Brot ist bestimmt auch bekömmlicher.

Aber Sauerteig ist auch nicht einfach und erst recht nicht schnell. Es benötigt viel Zeit bis man den Dreh raus hat. Ich will hier meine Erfahrungen beschreiben, um den Einstieg zu vereinfachen.

Sauerteig

Alle Utensilien sollten gerade am Anfang penibel sauber sein. Die Bakterien die den Sauerteig machen, sind empfindlich.

Ich habe die glutenfreie dunkle Mehlmischung von Schär benutzt. Das Verhältnis für Mehl und Wasser habe ich nicht 1:1 gewählt, sondern immer ca. 50% mehr Wasser genommen. Also z.B. 100 gr Mehl : 150ml Wasser. Der erste Sauerteig benötigt mindestens 36 Stunden. Und so geht es:

  • 100 gr Mehl, 150ml lauwarmes Wasser gut vermengen und Luftdicht abgedeckt mindestens 12 Stunden ruhen lassen. Auf keinen Fall kürzer, gerne Länger.
  • weitere 100gr Mehl und 150ml lauwarmes Wasser dazu geben, wieder alles gut vermengen und weitere 12 Stunden stehen lassen.
  • ein drittes Mal 100gr Mehl und 150ml lauwarmes Wasser dazu geben.

Der Teig sollte inzwischen „luftig“ wirken. Er sollte sich von der Wand des Gefäßes einfach lösen lassen, und viele Poren aufweisen – dann ist er gut. Wenn das nicht der Fall ist – alles gründlich reinigen und einen neuen Teig ansetzen. Es klappt nicht immer beim ersten mal.

Von dem fertigem Sauerteigansatz nimmt man 2-3 Esslöffel und füllt sie in ein luftdicht verschließbares Glas und stellt das in den Kühlschrank für das nächste Brot.

Sauerteigbrot

Zu dem Sauerteigansatz, von dem man sich einen Teil im Kühlschrank deponiert hat, kommen weitere 100gr Mehl, eine halbe Tüte Trockenhefe, 2 Teelöffel Salz, 4 Teelöffel Zucker und Sonnen- oder Lein- oder Flohsamen nach belieben. Die Trockenen Zutaten gut vermengen und durchmischen und 2 Esslöffel Öl und 150ml lauwarmes Wasser hinzugeben und alles gut vermengen.

Den Teig aus der Schüssel lösen und auf einem mit Maismehl bestreutem Brett solange wenden, bis man den Teig anfassen kann und er außen komplett mit Maismehl bedeckt ist. Nun den Teig flach drücken und von den beiden Schmalseiten her zur Mitte hin umfalten. Den Teig so umdrehen, dass der Boden oben liegt und den Faltvorgang wiederholen. Diesen Vorgang insgesamt ca. 4-5 mal wiederholen.

Den fertig gefalteten Teig so kneten und formen, dass er in eine mit einem Backpapier ausgekleidete Kastenform passt. Dann die Form mit dem Teig in den Ofen und eine feuerfeste Tasse/Schale mit kochendem Wasser dazustellen. Den Teig so ca. 30-45 Minuten gehen lassen und dann 1 Stunde bei 200°C Umluft backen.

Kategorie: Ernährung

von

Ludwig Schuster

Sonntagskind und Baustler. Kaffee kann man selber rösten und analoge Fotos kann man mit Kaffee entwickeln. Achja, und Fahrräder baut man auch selber zusammen. Schreibt auf Brennpunkt-F! übers nicht-kochen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*